1. Die Gesamtwertung basiert auf drei gleichwertigen Kriterien:
Den Gesamtsieg der Balkan Rally erringt das Team, das die vorgeschriebene Strecke und Sollfahrzeit am genauesten einhält und gleichzeitig alle täglichen Foto-Challenges erfolgreich absolviert.
Jeden Morgen starten die Teilnehmer in der vorgegebenen Startreihenfolge.
2. Bei der Eröffnungszeremonie erhält jeder Teilnehmer das offizielle Rallye-Paket, bestehend aus:
einem RFID-Armband für die offizielle Zeitmessung,
dem offiziellen Rallye-Album zum Einkleben der täglichen Instax-Fotos,
einer Instax-Kamera für die gesamte Dauer der Rallye einschließlich einer ausreichenden Anzahl an Instax-Filmen für alle vorgeschriebenen Aufnahmen.
3. Jeder Teilnehmer startet die Rallye mit 1.000 Punkten. Während der sechs Wertungstage (Prolog + fünf Rallyetage) können durch Strafpunkte Punkte verloren werden. In den folgenden Wettbewerbskategorien wird jeweils eine Gesamtwertung erstellt: Vintage Enthusiast, Modern Classics, Motorcycle. Sieger jeder Kategorie ist der Teilnehmer bzw. das Team, das die Rallye mit der höchsten Gesamtpunktzahl beendet.
4. Jeder Teilnehmer erhält mit seinem Starterpaket ein persönliches RFID-Armband. Zu Beginn und am Ende jeder Tagesetappe muss das Armband am offiziellen RFID-Lesegerät der Veranstalter registriert werden. Das RFID-System erfasst die offizielle Fahrzeit sekundengenau.
5. Während der Eröffnungszeremonie wird jedes Fahrzeug mit einem GPS-Trackinggerät von NAVCENTER ausgestattet. Diese Geräte ermöglichen es den Veranstaltern, die Position, Bewegung und Geschwindigkeit aller Teilnehmerfahrzeuge während der gesamten Rallye in Echtzeit zu verfolgen. Die aufgezeichneten GPS-Daten dienen der Überprüfung, ob die vorgeschriebene Strecke eingehalten wurde, sowie der Ermittlung eventuell ausgelassener Streckenabschnitte.
6. Die GPS-Streckendaten sowie die offiziellen RFID-Zeitmessdaten werden automatisch mithilfe der von Dataspy Kft. bereitgestellten Software ausgewertet.
7. Die Teilnehmer absolvieren an sechs aufeinanderfolgenden Tagen sechs vorgegebene Etappen und sollen dabei die jeweilige Sollfahrzeit möglichst genau einhalten.
Jeden Morgen erhalten die Teilnehmer am Start bei der Erfassung ihres RFID-Armbands das Roadbook für die jeweilige Tagesetappe sowie eine regionale Karte, auf der alle offiziellen Checkpoints und ausgewiesenen Fotopunkte eingezeichnet sind.
Die Sollfahrzeit der jeweiligen Etappe wird an den auf der Karte markierten Checkpoints bekannt gegeben, sofern die dort gestellten Aufgaben erfolgreich gelöst werden.
An jedem der sechs Wertungstage kann es vorkommen, dass das Roadbook für den letzten Streckenabschnitt erst nach erfolgreichem Abschluss der Aufgabe am zweiten Checkpoint ausgehändigt wird.
Benötigt ein Teilnehmer Hilfe bei der Lösung einer Checkpoint-Aufgabe, kann er die dafür vorgesehene Informationsnummer anrufen. Im Gegenzug erhält er die Sollfahrzeit der Tagesetappe, es werden jedoch 15 Strafpunkte angerechnet.
8. Für die sechs Wertungstage erhält jeder Teilnehmer drei Coffee Break Cards, die jeweils einen Zeitbonus von 60 Minuten gewähren. Mit der Aktivierung einer Coffee Break Card verlängert sich die Sollfahrzeit der betreffenden Tagesetappe um genau 60 Minuten.
Eine Coffee Break Card gilt nur dann als aktiviert, wenn der Teilnehmer die Veranstalter schriftlich über die auf der Rückseite des Teilnehmerausweises angegebene
Kontaktmöglichkeit informiert und die Aktivierung von den Veranstaltern schriftlich bestätigt wurde.
Coffee Break Cards können spätestens am zweiten Checkpoint des jeweiligen Rallyetages aktiviert werden, sofern die schriftliche Bestätigung vor dem Verlassen des Checkpoints eingeht. Pro Fahrzeug dürfen an einem Wertungstag maximal zwei Coffee Break Cards verwendet werden. Beide Karten müssen gleichzeitig aktiviert werden.
Nicht verwendete Coffee Break Cards verlieren nach Ende der Rallye ihre Gültigkeit und berechtigen zu keinerlei Bonuspunkten.
9. Für die Gesamtwertung werden nur die fünf besten Ergebnisse der sechs Wertungstage berücksichtigt.
Jeder Teilnehmer verfügt somit über ein Streichergebnis. Automatisch wird jener Wertungstag gestrichen, an dem die meisten Punkte verloren wurden. Die an diesem Tag erhaltenen Strafpunkte fließen nicht in die Gesamtwertung ein.
Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst das Ergebnis des Streichergebnisses über die Platzierung. Besteht weiterhin Gleichstand, gewinnt das Fahrzeug mit dem älteren Baujahr.
10. Für jede Abweichung von der Sollankunftszeit – unabhängig davon, ob ein Teilnehmer zu früh oder zu spät im Ziel eintrifft – wird ein Strafpunkt pro Minute vergeben. Sekunden werden nach den üblichen mathematischen Rundungsregeln auf die nächste volle Minute gerundet. Da die Teilnahme mit älteren Fahrzeugen naturgemäß anspruchsvoller ist, erhalten Teilnehmer der Kategorie Vintage Enthusiast eine baujahrsabhängige Zeittoleranz. Die zulässige Abweichung von der Sollfahrzeit beträgt:
Innerhalb dieser Toleranzen werden keine Strafpunkte vergeben.
11. Das Verlassen der vorgeschriebenen Strecke zwischen Start und Ziel führt zu einem Abzug von 1 Punkt pro ausgelassenem Kilometer.
Nachdem die Gesamtlänge aller ausgelassenen Streckenabschnitte ermittelt wurde, wird die Entfernung nach den üblichen mathematischen Rundungsregeln auf den nächsten vollen Kilometer gerundet.
Durch die Kombination aus Zeitabweichungen, Streckenabweichungen und fehlenden Fotos können an einem einzelnen Rallyetag maximal 60 Punkte verloren werden.
Verlässt ein Teilnehmer die vorgeschriebene Strecke vorübergehend, kehrt jedoch später auf diese zurück, ohne einen verpflichtenden Streckenabschnitt auszulassen, wird hierfür keine Streckenstrafe verhängt.
Ausgenommen hiervon ist der letzte Abschnitt der Tagesetappe, die sogenannte Red Zone. Ihr Beginn ist im offiziellen Roadbook eindeutig gekennzeichnet. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, die Red Zone zu durchfahren. Wird die Red Zone nicht erreicht, werden 15 Strafpunkte verhängt.
Innerhalb der Red Zone wird jeder Kilometer außerhalb der vorgeschriebenen Strecke mit 1 Strafpunkt pro Kilometer geahndet – auch dann, wenn der Teilnehmer später wieder auf die offizielle Strecke zurückkehrt, ohne einen Pflichtabschnitt auszulassen.
Gelangen die Veranstalter anhand der GPS-Daten oder anderer Beweismittel zu der Auffassung, dass sich ein Teilnehmer durch bewusstes Verlassen der Strecke einen unfairen Vorteil verschafft oder seine Ankunft aus taktischen Gründen absichtlich verzögert hat, kann zusätzlich eine 20-Punkte-Strafe verhängt werden.
Die Begründung dieser Entscheidung wird auf der persönlichen Ergebnisseite des Teilnehmers veröffentlicht.
Gegen diese Entscheidung kann am folgenden Rallyetag entsprechend dem offiziellen Protestverfahren Einspruch eingelegt werden. Geeignete Beweismittel sind dem Protest beizufügen.
12. Jegliche Form des taktischen Zeitgewinns oder der bewussten Beeinflussung des Wettbewerbsergebnisses innerhalb der Red Zone ist untersagt.
Als taktisches Zeitverzögern gelten insbesondere:
Innerhalb der Red Zone darf die Geschwindigkeit 30 km/h nicht unterschreiten, sofern dies nicht aufgrund von Verkehrsverhältnissen, Sicherheitsgründen oder technischen Problemen unvermeidbar ist.
Die Veranstalter überwachen fortlaufend die Verkehrslage sowie alle sonstigen Umstände innerhalb der Red Zone. Verkehrsstaus, Baustellen, Unfälle oder andere berechtigte Verzögerungen führen für sich allein zu keiner Strafe.
Kann ein Teilnehmer aufgrund nachweisbarer Verkehrsbehinderungen, Sicherheitsgründe oder technischer Probleme die vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit innerhalb der Red Zone nicht einhalten, ist dies am Ende des Rallyetages dem Race Office zu melden.
Im Rahmen der Protestbearbeitung am folgenden Rallyetag können zu dem hierfür vorgesehenen Zeitpunkt Fotos oder andere geeignete Nachweise als Beweismittel vorgelegt werden.
13. Das Verlassen der vorgeschriebenen Strecke innerhalb der Red Zone wird mit 1 Strafpunkt pro gefahrenem Kilometer außerhalb der offiziellen Route geahndet – auch dann, wenn der Teilnehmer anschließend wieder auf die vorgeschriebene Strecke zurückkehrt, ohne einen Pflichtabschnitt auszulassen. Für die Berechnung der Strafpunkte wird ausschließlich die tatsächlich außerhalb der offiziellen Strecke innerhalb der Red Zone zurückgelegte Entfernung berücksichtigt.
14. An jedem der sechs Wertungstage muss an dem dafür vorgesehenen Fotopunkt ein Instax-Foto aufgenommen werden. Alle Fotos sind in das offizielle Rallye-Album einzukleben, das bei der Eröffnungszeremonie ausgehändigt wird. Für jedes fehlende Foto oder für jedes Foto, das nicht am vorgeschriebenen Ort aufgenommen wurde, werden 5 Strafpunkte vergeben.
15.Proteste werden täglich bearbeitet. Nach Abschluss jeder Tagesetappe erhalten die Teilnehmer ihre Strafpunkte des jeweiligen Tages. Ein Protest muss noch am selben Tag schriftlich eingereicht werden. Hierzu ist die vollständig ausgefüllte Protest Card vor Ablauf der täglichen Protestfrist im Race Office abzugeben. Die Entscheidung der Veranstalter wird den Teilnehmern am folgenden Rallyetag mitgeteilt. Während der gesamten Rallye sind alle Teilnehmer verpflichtet, die Gesetze der jeweils bereisten Länder sowie sämtliche geltenden Verkehrsregeln einzuhalten.
Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Verkehrsregeln können nach Ermessen der Veranstalter mit Strafpunkten oder dem Ausschluss von der Rallye geahndet werden.